Die Branche der Finanzdienstleistungen hat in den letzten Jahren mit Zertifikaten eine regelrechte Expansion erfahren. Noch nie waren so viele Anleger in derivative Wertpapiere investiert wie in den letzten Jahren. Neben Zertifikaten erfreuen sich auch die CDF einer immer größer werdenden Beliebtheit. CFD steht für „Contract for Difference“. Wie bereits dem Wortlaut zu entnehmen, wird dabei eine Vereinbarung auf Ausgleichszahlung hinsichtlich eines Basiswertes getroffen, die eine Kursdifferenz beinhaltet.
CFD sind attraktiv, da diese im Gegensatz zu vielen anderen Derivaten sehr einfach gestrickt und damit unglaublich einfach zu verstehen sind. Hier kann auf künftige Kursentwicklungen gewettet werden. Im Vergleich zu Aktien müssen aber die Basiswerte nicht erworben werden. Der Käufer zahlt lediglich einen Bruchteil des gesamten Kontraktvolumens in Form einer Sicherheitsleistung. Der Kontrakt hat im Regelfall keine zeitliche Begrenzung (open end).
Die Kursstellung ist plausibel und nachvollziehbar. Diese orientiert sich eins zu eins am Basiswert. Der Wert eines CFD auf DAX entspricht dem aktuellen DAX-Stand. Zwischen dem Geld- und Briefkurs ist ein Spread von ca. zwei Punkten vorhanden. Bei einem DAX-Stand von 4.500 Punkten kann man einen entsprechenden CFD bei einem Stand von 4.501 kaufen und mit einem Wert von 4.499 verkaufen. Um einen Basiswert zu traden, muss der CDF nicht zu 100% entsprechend dem Basiswert bezahlt werden. Der Käufer hinterlegt eine Margin. Dieses Prinzip ist relativ einfach. Um 10 Aktien mit dem Wert von je 100 Euro zu kaufen, müssen nicht 1.000 Euro bezahlt werden. Nur ein bestimmter prozentualer Anteil vom Gesamtvolumen muss bezahlt werden. Bei einer Margin von 5% müssten in unserem Fall lediglich 50 Euro bezahlt werden. Da an der Entwicklung vom Basiswert im vollen Umfang partizipiert wird, entsteht durch einen Margin-Kauf eine Hebelwirkung, die in beide Richtungen wirken kann. Bei einem Kursabfall auf 95 Euro ist die Margin komplett aufgezehrt. In diesem Fall gibt zwei Handlungsalternativen - entweder wird die Position geschlossen oder der Käufer schießt eine weitere Sicherheitsleistung nach. Ein Totalverlust ist daher nicht ausgeschlossen. Beim Handel mit CFD fallen außer Spread-Kosten beim Kauf und Verkauf keine weiteren Kosten an. Die CFD-Anbieter stellen außerdem ihren Kunden kostenlose Real-Time Kurse zur Verfügung.
CFD ist eine hoch spekulative Anlage für kurzfristig orientierte Anleger mit ausgeprägtem Risikobewusstsein.
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