Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei einem Geschäftskonto um ein Konto, das von einem Gewerbetreibenden geführt wird. Prinzipiell macht es dabei keinen Unterschied, ob der Kontoinhaber selbstständig oder freiberuflich tätig ist oder das Konto im Zuge einer Existenzgründung eröffnet. Auch wenn Geschäftskonten in aller Regel mit Gebühren verbunden sind, wodurch sie sich von den Konten für Privatpersonen unterscheiden, die bei vielen Anbietern kostenfrei geführt werden können, und es zudem nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, ein eigenständiges Geschäftskonto zu führen, so ist dies doch überaus sinnvoll.
Dies erklärt sich schlichtweg damit, dass auf diese Weise alle Einnahmen und Ausgaben des Betriebes recht einfach kontrolliert werden können, wodurch letztlich auch die Buchführung entscheidend profitiert, da sie deutlich vereinfacht wird. Geschäftskonten werden von nahezu allen Banken angeboten, allerdings gibt es im Hinblick auf die Konditionen deutliche Unterschiede. Grundsätzlich lassen sich die Geschäftskonten dabei in drei Modelle einteilen, nämlich in Konten mit einer Kontoführungsgebühr, in Konten mit Gebühren für Buchungen und in Konten mit einer festen Gebühr.
Bei Konten mit einer Kontoführungsgebühr berechnet die Bank eine bestimmte monatliche Gebühr, die allerdings in aller Regel weitere Leistungen wie beispielsweise eine bestimmte oder eine unbegrenzte Anzahl von Buchungen oder die Nutzung von EC- und Kreditkarten beinhaltet. Die Alternative sind Geschäftskonten, die kostenfrei geführt werden können, wobei in diesem Fall dann Gebühren für die Buchungen anfallen. Je nach Anbieter ist eine bestimmte Anzahl an Vorgängen kostenfrei und alle weiteren Buchungen sind gebührenpflichtig, häufiger ist jedoch die Variante, dass alle Buchungen separat berechnet werden. In aller Regel ist es dabei so, dass Buchungen, die auf dem schriftlichen Wege, per Fax oder per Telefon veranlasst werden, teurer sind als Onlinebuchungen, die kostenfrei oder sehr günstig möglich sind.
Daneben gibt es Geschäftskonten mit festen Gebührensätzen, die neben der Kontoführungsgebühr auch alle weiteren Leistungen beinhalten und insbesondere dann sinnvoll sind, wenn ein fest planbarer, wenn auch meist etwas höherer Kostenfaktor erwünscht ist. Ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter ist also insofern sinnvoll, als dass er zu geldwerten Vorteilen führen kann, wobei nicht nur die Kosten, sondern immer auch das Leistungsangebot berücksichtigt werden sollte. So können Unternehmer, die über ein recht hohes Guthaben verfügen und nur wenige Buchungen tätigen, von einem Konto profitieren, das eine Verzinsung des Guthabens beinhaltet, während Unternehmer, die den Zahlungsverkehr ohnehin nahezu ausschließlich online abwickeln, die meist günstigeren Konditionen der Direktbanken nutzen können.
|